Erlösender Auswärtssieg für die Erste bei 08 Bissingen – Zweite war nah dran an einer Überraschung in Gerlingen

Durchschnaufen ! Freude ! Erleichterung !
Die Gefühle beim Schlusspfiff der Partie in Bissingen waren klar spürbar.
Viel war im Vorfeld über die Wichtigkeit der Partie und die schwierige Situation gesprochen worden – aber wichtig ist: die Mannschaft setzte es auch um. Ähnlich wie bereits in der zweiten Hälfte gegen Croatia, stimmte von Beginn an die  Einstellung. Es war ein Team auf dem Platz und der Teamgeist war auch neben dem Platz spürbar.

Zum Spiel: Bereits in der 1. Minute erwischte unsere Elf einen Start nach Maß. Eine Ecke von Hannes Brenneisen köpfte Daniel Krämer zum moralisch wichtigen 1:0 ein.Fast hätte es durch einen Querschläger der Bissinger, welcher nach einer Flanke von Lukas Eisele am Pfosten landete, in der 12. Minute bereits 2:0 gestanden.

Nach ca. 15 Minuten kam dann der Gastgeber besser ins Spiel und wurde druckvoller. Großes Glück hatte unser Team in der 22. Minute, als Bissingen gleich zweimal in einer Aktion am Pfosten scheiterte.

Ab Minute 30 befreite sich unsere Elf dann wieder aus der Druckphase und wurde selber wieder spielbestimmender. Timo Hufnagel hatte in der 37. Minute eine gute Chance zum 2:0, traf den Ball aus der Luft aus 11 Metern aber nicht stark genug, sodass der Torhüter der Bissinger klären konnte. Nur zwei Minuten später war es Deniz Yesilyurt, der aus 18 Metern abzog – knapp drüber. In der 44. Minute war es erneut Deniz Yesilyurt, der sich durchsetzte und kurz vor seinem nächsten Abschlussversuch gefoult wurde. Den fälligen Freistoß verwandelte Freistoßspezialist Hannes Brenneisen quasi mit dem Pausenpfiff zum wichtigen 2:0.

Auch nach der Pause war unsere Elf 20-25 Minuten sehr gut im Spiel – verpasste es aber wieder einmal, die sich bietenden Chancen konsequenter zu nutzen. Pech hatte Daniel Krämer in der 64. Minute, als er per Kopf fast eine Kopie des 1:0 erzielen konnte, aber um Zentimeter scheiterte. Ab Minute 70 wurde dann Bissingen wieder agiler und übernahm nun mehr das Spielgeschehen. Zwar flogen jetzt einige gefährliche Flanken in den 16er, aber ganz klare Torchancen hatte Bissingen letztlich keine. Und wenn mal ein Distanzschuss aufs Tor kam, dann war Keeper Mario Frey zur Stelle.

In der Schlussphase hatte Julian Reiser in der 85. Minute noch eine große Chance zur endgültigen Entscheidung – scheiterte aber am Schlussmann der Bissinger. Kurz darauf traf Marc Tröger zum vermeintlichen 3:0 – doch leider stand er dabei wohl knapp im Abseits.In der 90. Minute hatte dann Nikolas Weiß noch eine gute, vielleicht sogar die beste Chance für Bissingen. Es blieb jedoch beim letztlich verdienten 2:0 Auswärtssieg für unseren TSV.

Glückwunsch Jungs !!! Das tut verdammt gut. Dennoch darf man sich nun keine Sekunde darauf ausruhen – es bleibt in der Tabelle alles sehr eng beieinander.

Am Sonntag reist man jetzt zum derzeit stark spielenden Tabellenfünften SV Perouse. Aber mit der Einstellung vom Samstag ist auch da sicher wieder was möglich.

Ein Dank noch an unsere Zuschauer für die Unterstützung während des Spiels und die Getränkespende als Belohnung danach.

Unsere Zweite zeigte anschließend in Gerlingen einen sehr beherzten und couragierten Auftritt. Beim Tabellendritten

und besten Heimteam der Kreisliga A ging man per Kopf durch Slavko Lipka – nach guter Freistoßflanke von Ronny Marschner – in Führung. Nach dem Ausgleich der Gastgeber war es dann Firat Sakiz, der unsere blau-weißen wieder in Front brachte. Diese Führung hielt auch bis zur Pause.

Und auch nach der Pause war man weiterhin gut in der Partie und hatte sogar zwei gute Chancen zum 1:3 (Pech – einmal  scheiterte man an der Latte). Doch dann kassierte man im Anschluss an einen eigenen Freistoß einen unnötigen Konter, welcher in der 70. Minute zum Ausgleich führte. Leider ließ unser Team nun in der Arbeit gegen den Ball etwas nach und der Gastgeber wurde durch den Ausgleich besser. So konnte man dem Druck am Ende nicht mehr standhalten und kassiere in der 80. und 86. Minute die Treffer zum 3:2 und 4:2.

Schade – wieder einmal wäre mehr möglich gewesen. Dennoch zeigt die Leistung über weite Strecken, dass die Tendenz der letzten Wochen kein Zufall war.